Auch die Übervölkerung ist ein Problem!
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Während die Befürworter
der so genannten Personenfreizügigkeit mit der EU praktisch nur ein
Argument vorzubringen wissen, nämlich dass dieser freie Personenverkehr
sich angeblich „bewährt“ habe, gibt es ein ganzes Bündel von Argumenten
dagegen. Hat er sich denn tatsächlich bewährt? |
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Arbeitslosigkeit und Dumping |
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Die Schweiz war früher ein Land ohne Arbeitslose. Seit
den Verträgen mit der EU ist jedoch eine Sockelarbeitslosigkeit
entstanden. Bei jeder Rezession, so auch bei der jetzigen, nimmt die
Arbeitslosenrate zu. Vorbei die
Zeiten ohne Arbeitslosigkeit! Auch
Konjunktur-förderungsprogramme ändern nichts daran. Sie erhöhen bloss den
staatlichen Schuldenberg. Wer sorgt denn dafür, dass neu geschaffene
Arbeitsplätze nicht durch Neueinwanderer besetzt werden? Die Versuchung
der Arbeitgeber, statt ältere Schweizer junge Ausländer einzustellen,
ist übermächtig. Der Vorrang von Einheimischen vor Einwanderern ist ja
abgeschafft. Ausserdem ist die Schweizer Arbeitslosenzahl beschönigt.
Nur die Bezüger von Arbeitslosengeld werden gezählt. Daneben gibt es
aber eine unklare Anzahl von Ausgesteuerten.
Die Personenfreizügigkeit hat
zur Folge, dass die Eidgenossenschaft kaum mehr Einfluss auf ihren
Arbeitsmarkt ausüben kann. Auch ist das Gefälle zwischen Reich und
Arm stark angewachsen. Während sich unten arbeitslose Ausländer, Opfer
von Lohndumping durch
Einwanderer und Missbraucher unserer Sozialwerke ansammeln, ist oben die
Abzockerei angesagt. Dazwischen seufzen Mittelstandsfamilien unter der
schweren Steuerlast. Auch Gewerbler haben Dumping zu gewärtigen. Der
Mittelstand schwindet. |
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Volksschule in der Krise |
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Wegen der vielen fremdsprachigen Kinder
sackt die Qualität des Schulunterrichts ab.
Die Volksschule und das ganze
Bildungssystem stecken in einer Krise, und auch die Einführung einer
freien Schulwahl wird nichts daran zu ändern vermögen.
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Allgemeiner Verkehrskollaps |
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Verkehrsbedürfnisse steigen ins
Unermessliche, und zwar nicht nur der private, auch der öffentliche
Verkehr.
Sanierungsmassnahmen kommen immer zu spät. Kaum wird eine neue Strasse
eingeweiht, ist sie auch schon randvoll. Trotz
dichtesten Schienennetzes der Welt stösst es an eine
Kapazitätsgrenze. Bestimmte Städtezüge und S-Bahnen platzen aus allen
Nähten. Durch die schlichte Zahl von Personen und der Menge der Waren,
die transportiert werden müssen, ist die Infrastruktur von Strassen,
Schienen und Bahnhöfen restlos überfordert. |
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Bedrohung für die Umwelt |
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Naturkatastrophen wie Stürme,
Überschwemmungen, Erdrutsche und Lawinenniedergänge, die eigentlich
Kulturkatastrophen sind, nehmen zu. Die roten Listen von Wildtieren und
Pflanzen, die vom Aussterben bedroht sind, werden länger.
Wildtiere brauchen zu ihrem Überleben einen vom Menschen wenig berührten
Lebensraum, der immer mehr fehlt. Die Schweiz ist schon überfremdet und
übervölkert. Durch eine unbedachte Einwanderungspolitik ist sie daran,
ihre letzten Reserven an ökologischen Ressourcen zu verschwenden. Zwar
ist der Kampf dagegen schon alt. Seit den Verträgen mit der EU findet
die verheerende Entwicklung aber beschleunigt statt. |
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Zu
grosse Bevölkerungsdichte |
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Bei den Diskussionen zur Migrationspolitik stehen fast
immer nur Fragen der Überfremdung im Vordergrund. Es geht hier gewiss
nicht darum, Probleme der bevölkerungsmässigen Überfremdung klein zu
reden. Aber gemessen an den Folgen ist die Übervölkerung, die Entstehung
einer allzu hohen Bevölkerungsdichte, die weitaus grössere Bedrohung.
Während die Überfremdung wenigstens in denkbarer Weise durch
Assimilation zurückgehen kann, gibt es keine legalen Mittel, eine
Übervölkerung wieder rückgängig zu machen. Viele – um nicht zu sagen
alles! – drängen in die Schweiz. Der beste Beweis dafür ist die beklagte
Hochpreisinsel. Der Einwanderungsdruck erhöht die Bodenpreise, und an
ihm hängen viele andere Preise. Das ist nur Marktgesetz! Allzu hohe
menschliche Bevölkerungsdichte beschert uns fast unlösbare
Schwierigkeiten in Sachen Umweltschutz.
Eine ethnisch vermischte
Riesenagglomeration Schweiz ist im Entstehen begriffen, für die jede
Selbständigkeit zur Illusion wird. Dabei ist ausschliesslich die
Einwanderung für die Übervölkerung verantwortlich, ist die
Geburtenziffer der Einheimischen doch recht bescheiden. |
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Der Zusammenhang zwischen hoher Bevölkerungsdichte und
Umweltbelastung wird in sämtlichen grossen Medien, Presse, Fernsehen und
Radio, als Thema vernachlässigt, ja sogar bestritten. Dabei belastet
jeder zusätzliche Bewohner die Umwelt, selbst wenn er sich noch so
ökologisch verhält. Dieser Tatbestand ist in jedem Lehrbuch der Ökologie
nachzulesen. Früher wurde wenigstens der Zusammenhang zwischen Grösse
der Weltbevölkerung als Ganzem und den weltweiten Umweltgefahren wie
etwa Klimaerwärmung oder Verschmutzung der Ozeane noch dargelegt. Seit
sich die ganze Umweltdiskussion einseitig nur noch auf die Entwicklung
des Weltklimas verengt hat, geschieht nicht einmal mehr das!
Aber es gibt nicht nur
weltweite, sondern auch sehr regionale und örtliche Umweltprobleme.
Klar ist doch: je mehr Bewohner auf engen Raum, je grösser der Aufwand
für Luftreinhaltung, Gewässerschutz und Erhaltung eines gesunden
Erdreichs. Es besteht ein Parallelismus zwischen der örtlichen
Bevölkerungsdichte und dem materiellem Verbrauch sowie Verschleiss, die
übrigens auch volkswirtschaftliche Kosten verursachen. Jeder zusätzliche
Einwohner braucht meist Arbeitsplatz, zusätzliche Wohnung und
Infrastrukturen. |
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Klumpenrisiken |
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Monokulturen sind ökologisch schädlich, denn sie bilden
Klumpenrisiken, differenzierte Produktion hingegen nützlich. Jeder
Anlageberater weiss das und warnt davor. Zwar ist die so genannte
Globalisierung das grösste aktuelle Klumpenrisiko, nicht zuletzt zeigt
das die neueste Wirtschaftskrise.
Doch auch die EU mit ihrer hoch
gelobten Arbeitsteilung ist ein Klumpenrisiko. Aber statt davor zu
warnen, wird sie hoch gelobt! |
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Häufigere psychische Erkrankungen |
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Nicht nur ethnische Entwurzelung, auch eine allzu grosse
Bevölkerungsdichte ist
verheerend. Sie beeinflusst ebenfalls das menschliche Verhalten.
Die erhöhte Kriminalitätsrate,
die Ausbreitung von Drogenabhängigkeit und anderen Süchten, von Neurosen
allgemein - man denke nur an die ansteigende Zahl von Invalidenrenten
aus psychischen Gründen -, die Sorglosigkeit beim Wegwerfen von
Alltagsabfällen („Littering“) sind teilweise so zu verstehen. Sie
gehen nicht etwa nur auf die Einwanderung von Kriminellen und
Nachlässigen zurück. Es ist die Vielzahl von Menschen auf engem Raum,
der ganz banale Frust, überall zu viele Menschen anzutreffen, der das
Verhalten verändert. Die Leute treten einander seelisch auf den
Hühneraugen herum. Auch der zunehmende Mangel an Naherholungsgebieten,
die natürliche Umwelt des Menschen, der in den Städten überall
herrschende Lärm und die Verdrängung der Nacht durch Kunstlicht
beeinflusst das Verhalten ungünstig. Die erwähnten Störungen sind in
Grossstädten denn auch entsprechend häufiger als auf dem Land. |
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Ich erzähle diese Dinge nicht etwa aus dem hohlen Bauch.
Konrad Lorenz und Irenäus Eibl-Eibesfeldt haben schon
früh darauf hingewiesen. Lorenz war sogar Nobelpreisträger. Leider sind
sie weitgehend vergessen. Die heutige universitäre Wissenschaft ist zu
sehr politikabhängig, weshalb die angesprochenen Probleme dort kaum
aufgegriffen werden; denn sie sind heikel, ja sogar politisch inkorrekt.
Sie können eine akademische Karriere beeinträchtigen oder gar zunichte
machen. Das derzeitige Volksbegehren des Landschaftsschutzes ignoriert
sie beispielsweise; da können ETH-Professoren es noch lange
befürworten, es droht zu einem Schlag ins Wasser zu werden.
Die ganze Raumplanung ist
nutzlos, wenn die Einwanderung weitergeht. Die für die Verbauung
vorgesehenen Zonen sind dann nicht etwa zu gross, wie behauptet, sondern
werden zu klein. |
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Bedeutung des Nationalstaats |
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Nationalstaaten sind mehr als nur „Standorte“. Jeder
biologisch Gebildete und Kenner der Verhaltensforschung weiss, dass
Fremdheitsgefühle gegenüber Zuwanderern auf einen Territorialinstinkt
zurückgehen. Gefühle der Verwurzelung in seinem Wohngebiet, seiner
Heimat, seiner Familie und seinem Volk finden sich bei allen Menschen.
Dieser Instinkt soll dafür sorgen, dass schädliche
Bevölkerungskonzentrationen unterbleiben. Der souveräne Nationalstaat
ist einer seiner wenigen Überbleibsel im diesbezüglichen menschlichen
Verhalten. Wer ihn schwächt oder gar abschaffen will, handelt gegen
uralte Instinkte und Gefühle.
Einzig der Nationalstaat ist in der Lage, der Bevölkerungskonzentration
durch Migration Schanken zu setzen. Nicht etwa nur die Einwanderung
von Asylbewerbern, Ungebildeten und Kriminellen ist also fragwürdig,
sondern überhaupt das migrationsbedingte Bevölkerungswachstum.
Nachhaltig – um einen derzeit viel verwendeten Ausdruck zu zitieren –,
ausgewogen und ökologisch stabil ist nur eine Gesellschaft ohne
Bevölkerungswachstum, auch wenn das gerne als „Stagnation“
oder „Nullwachstum“ verleumdet wird. Dabei geht es nur um
Stabilität! Wachstum bis zum
Zusammenbruch? Auch wenn es bestritten wird: die derzeitige
angebliche Finanzkrise ist der Bankrott des neoliberalen,
wachstumsgläubigen Internationalismus. Finanzströme bewegen sich in
einem extraterritorialen Bereich. Sie gleichen damit der Seeräuberei. |
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Lügen |
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Statt Argumente hört man von den Befürwortern der
Personenfreizügigkeit auch Lügen. Das Fernsehen DRS hat zum Beispiel
eine Reportage gebracht, in der behauptet wurde, eingewanderte deutsche
Ärzte und Pflegepersonen müssten das Land wieder verlassen, falls das
Referendum gegen die Personenfreizügigkeit vom Volk angenommen würde.
Bewusst wird die Angst der Stimmbürger angesprochen, plötzlich ohne die
nötige ärztliche und pflegerische Versorgung dazustehen. Dabei wird so
getan, als hätte es unter den Patienten keine Ausländer und
Zugewanderte! Zwar wurde die Lüge anderntags korrigiert. Aber während
die Reportage breit ausgewalzt war, erfolgte die Korrektur in knappen
Worten. Sie wurde deshalb leicht überhört.
Auch ohne Personenfreizügigkeit wird es der Schweiz immer möglich sein,
wirklich dringend gebrauchten Einwanderern eine
Einwanderungserlaubnis zu
erteilen. Anderes kann mit der EU neu ausgehandelt werden. Die
Verhandlungsposition der Schweiz ist stark, ist die EU doch dringend auf
die Transporte quer durch ihr Staatsgebiet angewiesen. |
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Dass die eidgenössischen
Räte die Erweiterung der Personenfreizügigkeit auf Rumänien und
Bulgarien und die Weiterführung der bisherigen Verträge mit der EU
zusammengebunden haben, ist deshalb kein Nachteil, sondern sogar ein
Vorteil. So konnte nur ein einziges Referendum ergriffen werden. Und
alles spricht dafür, am 8. Februar 2009 mit Nein zu stimmen! |
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Literatur (Auswahl): Lorenz Konrad: Die acht
Todsünden der zivilisierten Menschheit; Piper München/Zürich 1973.
Hegg Jean-Jacques: Übervölkerung und Aggressionstrieb in: Leben mit
den „acht Todsünden der zivilisierten Menschheit“? VDF Zürich 1987, S.
23. Eibl-Eibesfeldt Irenäus: Wider die Misstrauensgesellschaft.
Streitschrift für eine bessere Zukunft; Piper München/Zürich 1995.
Wilson Edward O.: Die Einheit des Wissens; Siedler Berlin
1998. Hegg Jean-Jacques: Biopolitik. Der Mensch in der
Zerreissprobe zwischen Alt- und Neuhirn; Hans Erpf Bern/München 2001. |